Im fünften Stockwerk stecken geblieben.

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  • Jedem ist sie schon einmal begegnet, die Bedürfnispyramide von Abraham Maslow.
    Als einer der einflussreichsten Psychologen hat er im 20. Jahrhundert die grundlegenden Bedürfnisse des Menschen in einem hierarchischen System dargestellt.
    Seine Theorie lautet, dass erst die grundlegenden Bedürfnisse erfüllt sein müssen, um dann gesichert die jeweils nächste Stufe anzugehen. Aus unserer Sicht sehe ich die Abstufung eher als Turm.
    In unserer Gesellschaft sind die Grundbedürfnisse fast immer per se befriedigt. Wir verbringen die meiste Zeit damit, uns durch unsere Arbeitsleistung Statussymbole zur Anerkennung zu verdienen. Oder wir nutzen die Freizeit, um uns selbst genussvoll zu verwirklichen.
    Kurz vor seinem Tod fügte Maslow seiner Pyramide noch eine sechste Stufe hinzu: Sie wurde von ihm als Selbsttranszendenz bezeichnet. Auf dieser Stufe steht das Bedürfnis eines Sinns jenseits der persönlichen Entwicklung im Mittelpunkt.
    Eine selbsttranszendente Person hat die Fähigkeit, urteilendes und kategorisierendes Verhalten abzulegen. Die Entwicklung der Gemeinschaft steht über der persönlichen Bedürfnisbefriedigung. Dies bringt laut Maslow die größte Sinnerfüllung.
    Eine sinnvolle Beschäftigung, die das Warum in den Mittelpunkt stellt, bietet diese Befriedigung. Maslow war schon dort, wo wir über Simon Sinek und andere Inspiratoren meinen, Neuland zu betreten.
    Unsere Denkweise steckt meistens im vierten oder fünften Stock fest. Unsere Gesellschaft versucht, diese Stockwerke durch die Erweckung latenter Bedürfnisse immer weiter auszubauen. Diese werden immer breiter und bringen, wenn wir es übertreiben, den ganzen Turm zu wackeln. Individuell als Burnout, gesellschaftlich als ökologischer und / oder ökonomischer Kollaps.
    Das sechste Stockwerk zu nutzen und ausbauen benötigt keine globalen Weltverbesserungskonzepte.
    Grundlage ist, die soziale und ökologische Gewichtung unseres Handelns zu stärken.
    Einfach mal dem Nachbarn helfen, ehrenamtlich im Sportverein tätig zu sein oder im Unternehmen nicht nur die Wirtschaftlichkeit, sondern auch die Nachhaltigkeit und soziale Verträglichkeit für alle Stakeholder zu berücksichtigen, sind wichtige Schritte.
    NEW WORK ist so NEW gar nicht, oder?
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