NEW WORK: Die neue Uni-Form?

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  • Wir arbeiten befreit von Hierarchien transparent in kreuzfunktionalen Teams.
    Der Sinn unseres beruflichen Handels ist uns wichtig, wir nutzen die neuesten Technologien um Zeit sinnvoller zu nutzen.
    Die Individualität wird respektiert und gefördert, die Grenze zwischen WORK und LIFE verschwindet.
    Es ist wie in einer frisch eröffneten Fünf-Sterne Hotelanlage in Abu Dhabi: Alles so schön neu hier.
    Die Disruption bringt unserem agilen Unternehmen eine höhere Wertschöpfung.
    Dafür gönnen wir uns einen Cappuccino to Go mehr am Tag, fahren einen schnelleren Wagen oder machen in der gerade erwähnten Club-Anlage in 6.000 km Entfernung zwei Wochen Yoga oder Crossfit.
    New Work hilft uns, schneller, höher und weiter zu kommen. Und das im Sinne eines wichtigen Unternehmenssinns, der oft umständlich konstruiert werden muss.
    Im Namen von New Work treiben viele eine Sau durchs Dorf, sammeln Werkzeuge für neue Organisationsformen und suchen die finanzielle Selbständigkeit, um Abseits der Arbeit doch wieder in Hierarchien zu denken, grün gewaschene Statussymbole zu sammeln und national zu Denken oder gar zu wählen.
    Tragen wir wieder eine Uniform, wie die Soldaten im alten Preußen oder die Fabrikarbeiter vor 100 Jahren? Nur diesmal ist sie ein wenig hipper?
    Eigentlich hat der ursprüngliche Ansatz von New Work, in Worte gefasst von Prof. Dr. Frithjof Bergmann, doch einen umfassenden Kulturwandel als Ziel:
    Die ungerechte Verteilung von Wohlstand in der Welt, die Frustration der Jobarbeit und die ökologische Katastrophe durch ständiges Wachstum soll in Frage gestellt werden. Ziel ist es nicht, effizienter zu Arbeiten, sondern weniger. Nur noch ein Drittel der Zeit soll als Jobarbeit verrichtet werden. In der zehn Stunden Woche.
    Das zweite Drittel dient der High-Tech Selbstversorgung auf lokaler Ebene, um ökologisch verantwortlich zu fertigen.Im Garten oder in der Garage. Das letzte Drittel empfiehlt er zur Selbstverwirklichung zu nutzen, um das eigene Leben sinnvoller und die Gemeinschaft damit besser zu gestalten.
    Der Titel seines Standardwerkes lautet „Neue Arbeit, Neue Kultur“.
    Wenn wir nicht bereit sind, eine grundsätzlich neue Kultur mitzugestalten, schaffen wir eine neue „Work-Life“-Balance. Wir predigen im Berufsleben Wasser, trinken aber weiter Wein. Wir sitzen weiter im gleichen Zug Richtung ökologischer und sozialer Katastrophe, nur in einem schickeren Abteil.
    Ich möchte sogar so weit gehen, dass als Fundament eine radikal neue Einstellung gefunden werden muss, damit New Work nicht nur Makulatur, sondern ein Teil des gesellschaftlichen Kulturwandels ist. Diese Einstimmen auf ein Neues Denken ist für mich persönlich eine große Herausforderung.
    Wenn wir aber unser Klavier nicht neu stimmen, können wir noch so viele Stücke üben, es ergibt keine Harmonien.
    Die Isolation der Neugestaltung beschränkt auf das Arbeitsumfeld schafft ein neues, uniformiertes Hierarchiedenken. Wir machen unsere Arbeit besser als die Anderen.
    Die Rückkehr zum selbstbestimmten, sozialen und nachhaltigem Wesen darf nicht am Werkstor an- und abgeschaltet werden.

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