Neues Denken für Neues Arbeiten 32

In meinem Blog möchte ich Rückblenden aus dreiundzwanzig Jahren als Unternehmer mit dem Blick in die Zukunft der neuen Arbeitswelten verbinden.

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  • Jedem ist sie schon einmal begegnet, die Bedürfnispyramide von Abraham Maslow.
    Als einer der einflussreichsten Psychologen hat er im 20. Jahrhundert die grundlegenden Bedürfnisse des Menschen in einem hierarchischen System dargestellt.
    Seine Theorie lautet, dass erst die grundlegenden Bedürfnisse erfüllt sein müssen, um dann gesichert die jeweils nächste Stufe anzugehen. Aus unserer Sicht sehe ich die Abstufung eher als Turm.
    In unserer Gesellschaft sind die Grundbedürfnisse fast immer per se befriedigt. Wir verbringen die meiste Zeit damit, uns durch unsere Arbeitsleistung Statussymbole zur Anerkennung zu verdienen. Oder wir nutzen die Freizeit, um uns selbst genussvoll zu verwirklichen.
    Kurz vor seinem Tod fügte Maslow seiner Pyramide noch eine sechste Stufe hinzu: Sie wurde von ihm als Selbsttranszendenz bezeichnet. Auf dieser Stufe steht das Bedürfnis eines Sinns jenseits der persönlichen Entwicklung im Mittelpunkt.
    Eine selbsttranszendente Person hat die Fähigkeit, urteilendes… [Weiterlesen]
  • Wir arbeiten befreit von Hierarchien transparent in kreuzfunktionalen Teams.
    Der Sinn unseres beruflichen Handels ist uns wichtig, wir nutzen die neuesten Technologien um Zeit sinnvoller zu nutzen.
    Die Individualität wird respektiert und gefördert, die Grenze zwischen WORK und LIFE verschwindet.
    Es ist wie in einer frisch eröffneten Fünf-Sterne Hotelanlage in Abu Dhabi: Alles so schön neu hier.
    Die Disruption bringt unserem agilen Unternehmen eine höhere Wertschöpfung.
    Dafür gönnen wir uns einen Cappuccino to Go mehr am Tag, fahren einen schnelleren Wagen oder machen in der gerade erwähnten Club-Anlage in 6.000 km Entfernung zwei Wochen Yoga oder Crossfit.
    New Work hilft uns, schneller, höher und weiter zu kommen. Und das im Sinne eines wichtigen Unternehmenssinns, der oft umständlich konstruiert werden muss.
    Im Namen von New Work treiben viele eine Sau durchs Dorf, sammeln Werkzeuge für neue Organisationsformen und suchen die finanzielle Selbständigkeit, um Abseits der Arbeit doch… [Weiterlesen]
  • Die Welt wird immer komplexer, unsere bestehenden Unternehmenskonzepte müssen hinterfragt werden.

    Bisher war eine eindimensionale Betrachtung üblich:
    Ein Kunde hat ein Problem, das Unternehmen bietet die Problemlösung und sucht sich dafür Angestellte, die die anfallenden Arbeiten erledigen.

    Bei immer mehr Kunden und potentiellen Mitarbeitern wird die Betrachtung mehrdimensionaler:
    Sie stellen sich die Frage, wie sich die Kauf- oder Arbeitsentscheidung auf die Gesellschaft und Umwelt auswirkt.

    Um den wirklichen Zweck der Existenz eines Unternehmens zu entdecken, sollte man sich auf die spannende Suche nach seiner Schnittmenge der drei Themen begeben. Wenn Wirtschaft, Umwelt und Soziales gemeinsam auf den Tisch kommt, ergibt sich eine Mission, für die sich das Kämpfen lohnt.

    Die Gewichtung der drei Faktoren ist natürlich individuell, der Blick auf alle Bereiche verschafft aber nachhaltig dreifachen Erfolg.
    Kurzfristig nur auf die wirtschaftlichen Kennzahlen zu achten ist dann wieder… [Weiterlesen]
  • Die Rollen waren in der klassischen Marktwirtschaft stets klar verteilt:
    Derjenige, der über die Ressourcen Boden und Kapital verfügt, errichtet damit Unternehmen und wird Geber von Arbeitsmöglichkeiten. Dieses Angebot ist knapper als die Anzahl an Arbeitskräften, die gegen Entlohnung die Arbeitsplätze annehmen und damit zu Arbeitnehmern werden. Je höher das persönliche Humankapital ist, also die Ausbildung bzw. die Leistungsfähigkeit, umso besser der Preis, der vom Einzelnen an diesem Arbeitsmarkt erzielt werden kann.
    Die Industrialisierung und Digitalisierung haben eine Rationalisierung bewirkt, die das Arbeitsplatzangebot weiter verknappt und die klassische Arbeitgeberposition stärkt.
    Doch nun kippt zum ersten Mal in breiter Form das Verhältnis von Angebot und Nachfrage. Auf der einen Seite wird die künstliche Intelligenz Arbeitsplätze mit geringeren Anforderungen weiter zerstören, so dass wenig qualifizierte Arbeitnehmer immer mehr Probleme haben werden, Arbeit zu finden.… [Weiterlesen]
  • Eingeladen vom BVMW (danke, Daniela) durfte ich hinter die Kulissen der abat AG in Bremen schauen.
    Auf zweieinhalb angenehm eingerichteten Etagen wird gleich eines deutlich: Hier kann man sich nicht hocharbeiten, die Büros der Geschäftsleitung sind in den unteren beiden Etagen verteilt. Auch die beiden Fachabteilungen -interne IT und Abrechnung- sind nicht "abgeteilt" sondern verteilen sich in den Räumlichkeiten. Die Treppe zwischen den Stockwerken ist sehr breit und kann als Forum genutzt werden. Ein Türschild mit dem Zusatz "Manager" ist nirgendwo zu finden.

    Gründerin Gyde Wortmann hat mir berichtet, dass es vor einigen Jahren eine intensive Diskussion über die Einführung von Hierarchie-Ebenen gab. Das Unternehmen hat eine Geschäftsleitung und die beiden erwähnten Fachabteilungen, die anderen Mitarbeiter finden sich projektbezogen zu Teams zusammen, die selbstbestimmt im direkten Kontakt mit den Kunden die bestmögliche SAP-Lösung gestalten.
    Vor einigen Jahren, die Mitarbeiterzahl… [Weiterlesen]
  • Wir stehen vor einem "Umbau-Boom" in den deutschen Unternehmen.
    Die alten Führungs- und Hierarchiemodelle verlieren zunehmend an Attraktivität.
    Der reine Tausch Entgelt gegen Arbeitszeit erzielt bei den jüngeren Menschen immer weniger Wirkung.
    Ein Neues Denken ist die Grundlage, neue Arbeitsmethoden im Unternehmen zu wagen.
    Der Wechsel - der weiter führt als ein Change Management - ist ein Umbau, der am Fundament der klassischen Betriebe ansetzt:
    Kommandieren und kontrollieren.
    Damit aus dem Umbau keine Dauerbaustelle wie der Flughafen BER wird, geht den ersten Schritten in der Umsetzung die Phase der Selbsterkennung voraus:
    Welchen Auftrag hat unser Unternehmen in der Welt?
    Wie helfen wir unseren Kunden?
    Wie begeistern wir die Mitarbeiter, unsere Mission zu erkennen und zu fördern?

    Bei jedem Neubau und Umbau beginnt man mit der Planung. Beim Aufbau von "New Work" hilft es, alle Beteiligten von Anfang an mit in die Planung der Unternehmenszukunft einzubeziehen.
    Neues Arbeiten ist… [Weiterlesen]
  • Jahrzehnte lang war die Devise in dem meisten Unternehmen "kommandieren und kontrollieren".
    Durch sich immer schneller wandelnde Aufgaben und Märkte ist der Kreislauf aus Führungsentscheidung, Auftragserteilung, Ausführung, Kontrolle, Auswertung und Reaktion mittlerweile oft zu schwerfällig.
    Durch das Neue Arbeiten werden die Entscheidungen am Ort des Problems durch die direkt Betroffenen getroffen. Dies beschleunigt die Abläufe dramatisch und ergibt in der Mehrheit bessere Entscheidungen. Die Fachkenntnis und das Bauchgefühl sind oft an der Basis besser als am "grünen Tisch". Voraussetzung dafür ist ein gemeinsames Verständnis über das Unternehmensziel und die daraus entstehende, innere Motivation.

    Oft höre ich aber, dass man damit keine per Controlling messbare Ergebnisse erzielt oder sich Kennzahlen sogar verschlechtern.
    Nun ist die Neuausrichtung des Unternehmens eine Investition in die Mitarbeiter. Und jede Investition kostet zu Beginn.

    Generell gibt es aber auch noch ein… [Weiterlesen]
  • Vor zweieinhalb Jahren bin ich Abteilungsleiter beim TuS Büppel 1910 e.V. für Mädchen- und Frauenfußball geworden.
    Der Vorgänger war nach vielen Jahren toller Arbeit zurück getreten, keiner sonst wollte das Ehrenamt fortführen.
    So habe ich mich dann mit einem anderen Vater zusammen bereit erklärt, es "erst einmal zur Probe" zu übernehmen.
    Unsere Tochter spielt seit einigen Jahren im Verein und ich habe gesehen, was für eine positive Prägung durch den Mannschaftssport erfolgt. Außerdem entsteht nicht nur unter den Spielerinnen, sondern auch bei den Eltern ein großer Zusammenhalt.

    Da ich selbst nie aktiv Fußball gespielt habe, kann ich die mittlerweile fünf Mannschaften am besten mit meiner Erfahrung als Unternehmer und Berater unterstützen. Am meisten liegt mir am Herzen, die Trainer(innen) und Spielerinnen bei gelingenden Beziehungen untereinander zu unterstützen. Dazu benötigt es erst einmal ein gemeinsames Verständnis über die Ziele und Werte im Verein. Wir haben leider in… [Weiterlesen]
  • Große Hallen werden gefüllt. Tausende von Menschen singen und klatschen zusammen. Blicke nach rechts und links zeigen strahlende Gesichter. Auf der Bühne jeweils ein Prophet, der die Menschen berührt. Ihnen Hoffnung gibt und Mut macht. Fast alle im Publikum schwören sich, ab morgen ein neues Leben zu beginnen. Oder wenn es morgen nicht passt, dann übermorgen.
    Mit vielen einfachen Beispielen und Vorschlägen werden neue Impulse gesetzt und die Zuschauer fühlen sich mit jedem Satz bestätigt. Eine Erkenntnis nach der Nächsten spiegelt sich in den Gesichtern. Menschen zu begeistern und mit großer Dramaturgie zu mutigen Schritten in ihren Leben zu bewegen ist per se eine gute Tat.
    Wenn, ja wenn nicht in den meisten dieser Veranstaltungen das Verkaufen unterschwellig bis plakativ an den hehren Absichten zweifeln lässt.
    Damit meine ich nicht den legitimen Hinweis auf Bücher oder weiter führende Tipps. Es geht um den stete Empfehlung, dass mit dem Abschluss eines Vertrages mit dem Redner die… [Weiterlesen]
  • Hier eine kurze Übung für die Suche nach der eigenen Richtschnur.

    Wir alle erledigen sicherlich einen Großteil unsere beruflichen und privaten Aufgaben gut. Nur wie oft stellen wir uns die Frage, ob es die für ein erfülltes Lebenrichtigen Aufgaben sind?
    Pflegerin Bronnie Ware hat viele Menschen am Sterbebett bis zum Tod begleitet. Sie hat die "Die fünf Dinge, die Sterbende am meisten bereuen" im gleichnamigen Buch zusammengefasst. Die häufigste und schwerwiegendste Aussage war "Ich wünschte, ich hätte den Mut gehabt, mein eigenes Leben zu leben".
    In Tolstois Der Tod des Iwan Iljitsch wird der dreitätige Todeskampf von der Frage begleitet:
    Und wenn wirklich mein Leben nicht das richtige gewesen ist? Ihm kam der Gedanke, dass das, was ihm bisher noch als vollkommen unmöglich erschienen war: Er hätte so gelebt, wie er nicht hätte leben sollen.“
    Genug der Philosophie. Ohne ein wenig Mut wird es keine Verbesserung geben, das ist beim Training für einen Marathon genauso wie bei diesem… [Weiterlesen]
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